Brennnessel

Die Große Brennnessel (Urtica Dioica) ist das Kraut schlecht hin – sie kann in vielen verschiedenen Gebieten angewandt werden, z. B. als hochwertiges Nahrungsmittel für Mensch und Tier, in der Volksheilkunde, in der Kosmetik, als Düngemittel für den Garten, als Farbstoff oder sogar zur Stoffherstellung.

„Hätte die Brennnessel keine Stacheln, wäre sie schon längst ausgerottet worden, so vielseitig sind ihre Tugenden!“ – Schweizer Kräuterpfarrer Johann Künzle

Vielen ist die Brennnessel eher als wucherndes Unkraut bekannt, das schnell die Überhand im Garten nimmt und zusätzlich auch noch ein unangenehmes, schmerzhaftes Brennen verursacht. Doch die Brennnessel hat auch viele Anhänger, denn sie ist eine Heil- und Gemüsepflanze, welche von oben bis unten verwendet werden kann.

Durch die enthaltenen Stoffe wie z. B. Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelementen ist die Brennnessel ein wahrer Schatz für uns und unseren Körper. Besonders durch den hohen Anteil von Eiweiß, ist die Brennnessel sehr gut für Vegetarier und Veganer geeignet.

Für die Zubereitung von Speisen oder Getränken werden die obersten 4-6 zarten Blätter verwendet. Diese können als Spinat zubereitet oder frisch im Smoothie verarbeitet werden.


Rezept: Brennnessel-Salz

Zutaten:

  • 1 handvoll getrocknete oder frische Brennnessel-Samen
  • Meersalz

Zubereitung:

  1. Die Brennnessel-Samen mit dem Salz vermischen und mehrere Wochen durchziehen lassen.
  2. Optional: Danach das Salz mit der Küchenmaschine zerkleinern.
  3. Das Salz zum Kochen oder Würzen verwenden.

Quelle: Die Wildkräuter der vier Jahreszeiten – Daniela Dettling


Nicht nur in der Küche ist die Brennnessel ein Dauerrenner, auch in der Volksheilkunde ist die Brennnessel sehr begehrt. Bei körperlichen Leiden wie rheumatische Beschwerden, Nieren- und Blasenentzündungen, Magen-Darm-Leiden, Hauterkrankungen und zur „Blutreinigung“ kann das Kraut angewandt werden.

Als Tee, Saft, Tinktur, Einreibung oder Heilbad kann die Brennnessel verwendet werden. Auch als Haarkur kann die Brennnessel die Kopfhaut pflegen und hilft bei Schuppen und fettigem Haar.


Rezept: Haarwasser mit Brennnessel

Zutaten:

  • 2 große Hände voll Brennnesseln
  • 50 ml Apfel- oder Kräuteressig
  • 200 ml Wasser

Zubereitung:

  1. Alles zusammen in einen Topf geben und aufkochen.
  2. Topf mit geschlossenem Deckel auf dem Herd abkühlen lassen.
  3. Das Wasser abseihen und in eine Flasche oder ein Schraubglas füllen.
  4. Das Haarwasser nach jeder Haarwäsche in die Kopfhaut einmassieren, 10 Minuten wirken lassen und wieder ausspülen.
  5. Im Kühlschrank verwahren (bis zu 3 Wochen haltbar).

Sammelzeit:

  • Junge Blätter und Triebe von Februar bis Oktober
  • Samen von Juli bis Oktober
  • Wurzel von September bis Oktober

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